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Agrarökologie wird am IfA als ganzheitlicher Ansatz verstanden, der in der ökologischen, wirtschaftlichen, sozialen und politischen Dimension von Landwirtschaft und Ernährung verankert ist. Angelehnt an Gliessman (2016)1 kann Agrarökologie in allen Produktionssystemen und von allen Akteuren genutzt werden, um gemeinsam, faktenbasiert nachhaltige Lösungen zu entwickeln. In unseren Projekten wollen wir die Transformation der Land- und Ernährungswirtschaft mithilfe der agrarökologischen Prinzipien voranbringen. Bei Interesse an einer Zusammenarbeit freuen wir uns über Ihre Kontaktanfrage.

 

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Das Institut für Agrarökologie (IfA) definiert Agrarökologie als Transformationspfad für die Gestaltung und das Management nachhaltiger Agrar- und Ernährungssysteme, die durch das Zusammenspiel von Wissenschaft, landwirtschaftlicher Praxis und sozialer Bewegung geprägt sind. Wegweisend sind dabei die theoretischen Arbeiten von Altieri (1995)3, Wezel et al. (2009)4, Gliessman (2016)1 und Tittonell (2023)5.

Agrarökologische Forschung wurde ab den 1970er Jahren zum Schwerpunkt der angewandten Agrarwissenschaften und ergänzte einerseits die disziplinäre Grundlagenforschung und andererseits die rein auf Produktion ausgerichtete Landwirtschaftsforschung, welche sich nach zwei Weltkriegen als grüne Revolution ausgedehnt hatte. Daraus entstanden lokal angepasste, diversifizierte Anbausysteme, welche wirtschaftlich und sozial kleinere und mittlere Familienbetriebe stärkten. Diese Entwicklung ging von den USA, über Lateinamerika nach Südeuropa, Afrika und Asien. Daraus entstand dann die politische Bewegung La Via Campesina, die weltweit für die lokale Sicherstellung der Ernährung (Ernährungssouveränität) und die Unabhängigkeit der Landwirtschaft von der Agrarindustrie kämpft. Heute versuchen auch Regionen mit intensiver Landwirtschaft in Europa unter dem Stichwort Agrarökologie ihre Landwirtschaft zu transformieren. Dabei gehört aber auch die Änderung der Ernährungsweise der Menschen zwingend dazu.

Agrarökologie wird am IfA als ganzheitlicher Ansatz verstanden, der in der ökologischen, wirtschaftlichen, sozialen und politischen Dimension von Landwirtschaft und Ernährung verankert ist. Angelehnt an Gliessman (2016)1 kann Agrarökologie in allen Produktionssystemen und von allen Akteuren genutzt werden, um gemeinsam und faktenbasiert nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Die zehn Elemente der FAO6und die 13 Prinzipien des HLPE7 bieten eine universelle Grundlage, müssen jedoch regional spezifisch gewichtet werden. Von den Kernelementen oder den Prinzipien hin zu einer Landwirtschafts- oder Ernährungspraxis fehlen jedoch noch viele Umsetzungsschritte. Ein agrarökologisches Landwirtschaftssystem oder eine agrarökologische Ernährung können erst dann genau definiert werden, wenn die einzelnen Praktiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Detail bekannt sind.

Quellen
  1. Gliessman, S. (2016). Transforming food systems with agroecology. Agroecology and Sustainable Food Systems, 40(3), 187–189. doi.org/10.1080/21683565.2015.1130765
  2. Ewert, F., Baatz, R. & Finger, R. Agroecology for a Sustainable Agriculture and Food System: From Local Solutions to Large-Scale Adoption. Annual Review of Resource Economics 15, 351–381 (2023).
  3. Altieri, M. A. (2018). Agroecology: The Science Of Sustainable Agriculture, Second Edition (2. Aufl.). CRC Press. doi.org/10.1201/9780429495465
  4. Wezel, A., Bellon, S., Doré, T., Francis, C., Vallod, D., & David, C. (2009). Agroecology as a science, a movement and a practice. A review. Agronomy for Sustainable Development, 29(4), 503–515. doi.org/10.1051/agro/2009004
  5. Tittonell, P. (2023). A Systems Approach to Agroecology. Springer Nature Switzerland. doi.org/10.1007/978-3-031-42939-2
  6. FAO. (2018). The 10 elements of agroecology. Guiding the transition to sustainable food and agricultural systems (1. Aufl.). FAO. https://openknowledge.fao.org/handle/20.500.14283/i9037en
  7. HLPE. (2019). Agroecological and other innovative approaches for sustainable agriculture and food systems that  enhance food security and nutrition [A report by the High Level Panel of Experts on Food Security and Nutrition  of the Committee on World Food Security]. https://www.fao.org/family-farming/detail/en/c/1238860/
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