Die Schweizer Stimmbevölkerung hat die Ernährungsinitiative am 27. September 2026 deutlich abgelehnt. Die Initiative wollte unter anderem die inländische Lebensmittelproduktion stärken und eine stärker pflanzlich ausgerichtete Ernährung fördern. In einem Beitrag des «Echo der Zeit» ging das Schweizer Radio SRF der Frage nach, welche Folgen das Abstimmungsergebnis für die Schweizer Landwirtschafts- und Ernährungspolitik hat.
Urs Niggli, Präsident des Instituts für Agrarökologie und ehemaliger Direktor des Forschungsinstituts für biologischen Landbau FiBL (www.fibl.org), hält eine Ernährungswende weiterhin für entscheidend: Es brauche weniger Lebensmittelverschwendung, mehr pflanzliche und weniger tierische Lebensmittel. Zugleich sei es schwierig, das Ernährungsverhalten der Bevölkerung politisch zu beeinflussen.
Niggli sieht das Ergebnis auch als Rückschlag für die Debatte. Die Initiative habe keine breite Diskussion über die Zukunft der Ernährung ausgelöst. Das klare Nein könne nun diejenigen bestärken, die weder in der Landwirtschaft noch bei den eigenen Ernährungsgewohnheiten etwas ändern möchten.
Die Sendung ist auf der SRF Audio nachzuhören.
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Prof. Dr. Dr. Urs Niggli, Präsident Institut für Agrarökologie